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GM Petr Haba gewinnt 1. Rottaler Schach-Open

52-jähriger tschechischer Schachprofi dank besserer Feinwertung vor Andreas Peschel (SG Solingen), Bernd Reinhard (BG Buchen) und FM Martin Riediger (SC Rottal-Inn)

Pfarrkirchen (jk) – Routine setzte sich bei der Premiere durch: Favorit Großmeister Petr Haba (CZ) holte sich knapp den Turniersieg beim 1. Rottaler Schach-Open. Der 52-jährige Schach-Profi (ELO 2458) kam ungeschlagen auf 5,5 Punkte aus sieben Partien und 33 Buchholzpunkte. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen punktgleich mit ebenfalls 5,5 Punkten: Andreas Peschel (SG Solingen) mit 32 Feinwertungspunkten, Bernd Reinhardt (BG Buchen) mit 31,5 und FM Martin Riediger (SC Rottal-Inn) mit 30,0 Pkt. 58 Denksportler aus ganz Deutschland waren von Karfreitag bis Ostermontag unter der Schirmherrschaft von Landrat Michael Fahmüller an den Schachbrettern im Saal des Gasthofes Schachtl in Pfarrkirchen aktiv.

Bei der Premiere des Rottaler Schach-Opens setzte sich die Routine des Großmeisters durch: Petr Haba remisierte gegen die drei stärksten Verfolger, in den anderen vier Partien gewann er. Nach der fünften Runde setzte sich der dreifache tschechische Meister, der für den Erfurter SK in der 2. Bundesliga spielt, an die Spitze. „Es hat alles gepasst“, sagte Haba. Er habe das Turnier trotz der klaren Papierform nicht auf die leichte Schulter genommen. Die Konkurrenz mit rund 2200 ELO sei durchaus am Brett gefährlich, deshalb habe er auch gegen die Verfolger remisiert. Zwei Unentschieden in den beiden letzten Runden reichten, da die Konkurrenten um den Turniersieg ebenfalls die Punkte teilten.

Heimische Akteure gut in Form

Gut in Form zeigten sich auch die heimischen Akteure: Mit einem Partiegewinn in der Schlussrunde schloss Fide-Meister Martin Riediger (SC Rottal-Inn) als bester Rottaler ungeschlagen zum Turniersieger auf und belegte Platz vier. Er zwang den Großmeister in der vierten Runde ein Remis ab. Landesliga-Mannschaftskollege Klaus Schwarzmeier kam mit hervorragenden 5,0 Punkten auf Rang sechs. Im vorderen Mittelfeld platzierten sich die Ranshofener Gastspieler beim SC Rottal: Ing. Norbert Frühauf und Gerhard Spiesberger kamen mit 4,5 Punkten auf die Plätze 13 und 14. Ein ausgeglichenes Punktekonto erreichte Martin Metodiev auf Platz 27. Cornelius Grigore-Nikolitsch erreichte mit 3,0 Punkten aus fünf Partien den 33. Rang. Erste Turniererfahrungen sammelten die Nachwuchsspieler Simon Kraus mit 2,0 Punkten (Platz 52) und Fabiean Majewski mit 1,0 Punkten (Platz 56).

Bei der Siegerehrung sprach der stellvertretende Landrat Kurt Vallée in Vertretung für Schirmherrn Landrat Michael Fahmüller von einer gelungenen Uraufführung des Denksport-Ereignis mit krönendem Abschluss. Das Turnier bedeute einen Höhepunkt der schachlichen Aktivitäten im Rottal, zu dem viele Teilnehmer aus weiter Entfernung angereist seien. Die erfolgreiche Abwicklung sei Motivation, unter dem Motto „Neues Spiel, neues Glück“ wieder zu kommen, so Vallee, der einen Teller des Landkreises an den tschechischen Großmeister Haba überreichte.

Horst Lackner, Sportreferent der Stadt Pfarrkirchen, freute sich, dass der Schachclub die Kreisstadt als Austragungsort für das 1. Rottaler Schach-Open gewählt hat. Der Sportreferent wies darauf hin, dass der Schachclub Rottal-Inn mit 70 Mitgliedern zu den größten Vereinen Niederbayerns zählt. Mit vier Senioren- und zwei Jugendmannschaften sei der Verein sehr aktiv und schreibe die Nachwuchsarbeit groß. Der Denksport fördere hervorragend Eigenschaften der Spieler wie strategisches und vorausschauendes Denken und Kreativität, aber auch Geduld, die auch im richtigen Leben wichtig seien, so Lackner. Für die stärkste Leistungsverbesserung der ELO ehrten Vallee und Lackner die 14-jährige Larissa Ziegenfuß (ESV Göttingen) mit einem von Dr. Hermann Post gestifteten Gemälde.

Schachclub-Vorstand Patrick Bensch kündigte nach der erfolgreichen Premiere eine Neuauflage des Turniers im nächsten Jahr an. Das Interesse der Denksportler aus nah und fern habe die Erwartungen der Veranstalter mehr als erfüllt. Er dankte insbesondere dem Turnerleiter Bezirksspielleiter Gerhard Schönbuchner (Vilshofen) für die reibungslose Abwicklung sowie Gastwirt Hannes Eiblmeier für die kulinarische Versorgung der Teilnehmer. Das Turnier haben die Sponsoren aus der Geschäftswelt erst ermöglicht: (Universoft Software Development Regensburg, VR-Bank Rottal-Inn, Sparkasse Rottal-Inn, ChessBase Hamburg, WEKO Wohnen, Schach Niggemann, Schreibwaren Birnberger, Rathaus Apotheke, Optik Pohl, Wurzelbauer Orthopädie-Schuhe- Sport, Buchhandlung Böhm, Eisen- und Haushaltswaren Georg Sextl, Elektro Portune.

Endstand: 1. GM Petr Haba (Erfurter SK/CZ) 5,5/7 Partien/33,0 Buchholzwertung; 2. Andreas Peschel (SG Solingen) 5,5/32,0; 3. Bernd Reinhardt (BG Buchen) 5,5/31,5; 4. FM Martin Riediger (SC Rottal-Inn) 5,5/30,0; 5. Uwe Kleibel (SV Röhrnbach) 5,0/32,0; 6. Klaus Schwarzmeier (SC Rottal-Inn) 5,0/30,5; 7. Alexander Stadler (SC Vilshofen) 5,0/30,0/19,25; 8. Horst Pruesse (SG Neubrandenburg) 5,0/30/19,00; 9. Waldemar Golder (FC Ergolding) 5,0/27,5; 10. Holger Ziegenfuss (SV Göttingen) 4,5/29,5/16,25; 11. Arthur Gil (SU Ebersberg-Grafing) 4,5/29,5/16,0; 12. Udo Scharrer (Dicker Turm Esslingen) 4,5/27,5; 13. Norbert Frühauf 4,5/27,0; 14. Gerhard Spiesberger (beide SC Rottal-Inn) 4,5/26; 15. Ruediger Bartsch (SC Ortenburg) 4,5/25,5; 16. Antonia Ziegenfuss (OSG Baden-Baden) 4,5/25,0; 17. Bernd Grill 4,0/30,0; 18. Hartmut Hehn (beide SV Ebersbach) 4,0/28,5; 19. Hubert Beutel (SK Passau) 4,0/27,5; 20. Tim Schmitz (SC Sendling) 4,0/24,0.

Sonderpreise: Bester Spieler mit Wertung unter 1800 DWZ: Ruediger Bartsch (SC Ortenburg), unter 1600 DWZ: Alfons Breu (TSV Trostberg), Bester Senior. Horst Pruesse (SG Neubrandenburg), bester Spieler/in unter 18 Jahren: Antonia Ziegenfuss (OSG Baden-Baden), stärkter DWZ-Auftritt: Larissa Ziegenfuss (ESV Göttingen).

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